silberbad / schildpatt

silberbad

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stumpf
wie silberstaub auf lauge
          ein vogel
der in luft ertrinkt
deine 
überlesenen wünsche
          malatti coronarie 
stecken fest in deinen kammern.

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das besteck geben wir dem amt
für den platz im leeren zimmer.

offizien. venezien. strohblumen.
          alles versprüht.
die reisen waren das schönste.
          lückenlos
rechnungen seit zweiundsiebzig
ein keller teppiche gekordelt.
den baku geben wir dem amt
für den platz im leeren zimmer.

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im hohen pfeifen in luftschutz
getragen
          bleibst du
für alle zeit in einem
          goldenen korb
wartest auf einschläge von
süß oder nichts.

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schildpatt

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schildpatt
und dem mond
die blässe genommen

thronst du im räder
stuhl. zu
schmal
sagt die schwester
sei er.

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trink doch was.

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abendbrot. früh
wird im sommer zu früh
wird der himmel zugezogen.

dein bett.
da hat vorher der russe gelegen.
der boden war voller wut
aber die putzhilfe hat sie entfernt.

damals in polen
im osten der schnee
das schwarze holz.
bist du dieselbe?
am warten
habe ich dich erkannt.

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nicht mal in
einem teller nudeln
schmeck das mal schmeckt
das mahl
das sie breiten
das alles ist

blass
wie schildpatt.
das bleiche am mond

ist der tag
der sich öffnet und dann
neben dir läuft
unter deinen rädern bis zum abend
der mond aus grauem linol
vergessener wut
einem meer aus

salz und
wunden bildern
in ihrem kreisen um
lücken und selbst.

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trink doch was.

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die linolkarte
kartografiert jeden.
du fährst auf den vortagen der anderen
und fällst dabei schon mittags
über den rand.

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nachtrag

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wortstrauß
vergittert die

schnappe fällt
aus verhinderung

und selbsterhalt
aus beschäftigung

die müdigkeit.
wortstrauß

beschwert
zerlegt. ins üble.

erwarte nichts. die lieder
sind aus pergament.

aufsicht. und absicht.
die leerstellen im sinn,

das ganze firma
ment.

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