nineteen eighty

für Astrid

 
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1
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im wetterauge
 
gelb

gestautes dicht –
look at me

jfk im anflug
unter schwefelsaum
weiße würfellinien
queens utopia

fuck europe,
wir kreisen hier.
zwischen gelb und neu

sind wir hoch

2

sinkflug in helle wörter
die lauter sind (louder)
die sich raum nehmen
und weite schaffen:

to be great.
landing.
immigration.

highway.

dead pigeon on a wire
drahtgehangen in
weirdo city –
überhitzte bilder,
eilig wie koks.

im neuen
ankommen. jetzt
und nicht. sich durchlässig
spiegeln sich spiegeln
neu sein ins neue
ins leer.

(be mindful)

3

there are two ways
to disappear
:

assimilation
bis zur transparenz.
ohne ort, ohne fuß
a shining star, nothing really

oder
spiegellos einsam ich bin ein ich
bin
end of story

i remember myself and me
i remember them well

selten kostbar
ein nanoraum tiefer beziehung
in perlmutt.

4

streetwise.
young urban,
summer fling.
löffel weiter

in strudel stetl,
brooklyn.
an urban
intellectual ich

generiere ein bild
von mir, dann
in mir.
im rahmen dessen,
ein feder ball.

5

folge mir von glas
zu glas in spiegeln.
in
spiegeln kurz
vor dem ver
schwinden ist schwere.
ja. ein undurchlässiges

sperriges treibholz
bin ich. altschrundig.
mein kleid ein makel
aus herkunft, dunklen worten.
die späte last der dinge,
mitbringsel.

anyway. ein letztes.
my own crazy stories are my own.

anyway. versuche mich kantenlos
versuche mich leicht und kantenlos,
esse nicht (einen ganzen tag)

will schwere vergessen.
schmale mich

raum zu schaffen,
im leeren frei
mein bild zu sein.

dort
aus dem fünften

springt jemand, ich
bleibe gläsern
bin abstand. it happens.

do you mind?
do I know?
(communication)
what’s your story.
i´d never die

between the lines

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Foto: Astrid Servé, 1962-2000

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