schattenstalt

/

schatten in aprikosen
kernen erinnern an das

insekt aus dem

biss in flucht aus dem kern der
frucht huscht es in klebrigem
saft über den kinderarm zer
setzt ein bild und heile farbe
mit seiner schwarzen zange
und ich

bin außer mir
das schnelle schwarz
nimmt der frucht licht
für alle zeit.

//

schatten ist sammelraum
an wartetagen.

dann sage ich dir
du mußt schon selber leben
kann dir nicht eimerweise papier
in den reissenden fluss kippen
damit du spitzhackig
darüber laufen magst.

es gibt kein trockenes ufer mehr
auch so nicht.

///

aus schalen
der inuit
isst du schnee

aus nunavut.
zeichnest dich
weiß auf weiß

bist in allem stein
blauschattig in
schneefarben

////

herz
sticht
in etwas

das zwillingsherz
blutet
aus.

es wird heiß und hell
und ich sehe die mutter
die fegt schatten über
lichtflecken
fegt und

fegt schatten über alles licht
geschichten und beschichtung
sie fegt
und fegt
bis uns aller schatten bis zur brust steht
und wir treten kamillenkraut
unter unseren absätzen

zu barer münze
abzurechnen
so lange treten wir

und ein vorhang fällt
und wind kommt auf
und bläst den staub vom schatten

milchtrübes licht
ist uns was bleibt.

.

.

.