winter räume

 

I

trete in
zonen weißer
naht losigkeit

hinein in schnee
tiefen wunsch
werfe den

aderstein –
wort los

 

II

fallen farben kopf
über schnuppen
strudelnder bildnisse

triptychen aus
luft aufgestellt
aufgeworfene welt
in überhang –

mein innen stoff
ein bilderkleid
führt vor:

wien steigt auf
als pistatzienmond
in grünen akkorden.

sinkt ins tote grau der
tauben steigt auf in vogel
perspektive.

magenta füllt ein
meer das wächst aus roter
bete. bigott. bijoux.
alles wird erhört.

ein cello am ohr –
halts wie eine muschel
acht zu geben:
den garaus gibts
für alle feinde des
nutz freien
und des dunklen samt.

strudel
der leichte löffel schundrigen
metalls ich rieche das
eintauchen in heißes vanille
süß süßes chamoix.

im schwitzigen reigen
die ober die weiß
schwarzen eintänzer
führen speisen

reigen sich ein vor
maladem beige der
wände werden
flüchtiges ornament.

 

III

meine bild rettung:
ein astronaut aus frischem gras
nicht raum tauglich ohne licht in
schwarz wintern wird er vergehen.

 

IIII

da sein auf stelzen
abflugbereit

ein mahnmal ein
muttermahl das
mutter mal

keiner wird mehr so aus dem himmel fallen
und nicht wieder hinein.

 

IIIII

zimt

bleche
ein klacks bleicher
teig aufs backblech
ein kurzer löffel fall.

winterbeige
ist ei und nuss ein muss.
doch süße schmeckt nach
bitterland die groß

mutter lief aus dem wald
hochschwarz durch
zweikriege
ward sich gefangen
und backte sich um.

 

IIIIII

im wintermorgen
dreht sich das licht

tanzt an wänden
fängt sich ein ich
reise quecksilbrig
wandle wandere
folge den schatten
in schwebe

trostvoll.
schau:

dann
versiegt der schatten
tanz wie eine quelle
wenn morgenlicht
den bogen nimmt
und mittag sucht.

fadesse bleibt
taubes licht.