gelb/trost

eine wahre geschichte aus einer zeit vor dem wort

1.

in den himmel geschnitten,
ein psalm in hohen
fenstern. ohne wort schutz

wie wasser
lose tiefsee.

die und alle nächte

im angst ruder.
kein klang. kein
begriff, kein punkt.

2.

es war ein mal: gelb
schwebt ein durch glas,
scheint den raum

und webt sich dann
zurück in die nacht.
erlischt. dark.

dies war:
energie. als trostraum,
ebenda.

3.

im blau der tag
hinterhausig das graue
flachdach. ein betrieb darunter.
auf meiner höhe luft.

trompete und klavier.
leichter klang war der balkon

im hinterhof der sechziger.
mein taubenblau.

um die welt suche ich
ein bild zu finden.
dafür.
das hell von dann.
den zuckerhut und stuyvesant.
wie heißt du?
in
gelb
bin ich namenlos.

4.

ein viertel kostüm auf dem tisch.
eine längsseite, grüner filz
ein clown. in grün. die oma, ein bügel
brett, der tag und ich. eng. die wände.

5.

in mir
ein hügelgrab zur
erdmitte
gelb zu wahren.

ein vierzeiliges gebet
gebe ich dazu,

es legt sich auf die augen
zu müde bin ich ohne ruh.
running out of time.

würde sie nicht rennen
bliebe ich dann stehen?

gelb das totem der
sprachnacht: von der zeit,
in tiefem nichts
blieb dies:

ein gitter und das bett, frotté.
die mutter, der scheitel und ein kamm.
ich leuchte ecken aus. komme
was wolle.

6.

das gute glas
leder pelz die schränke.
den
weg. in auflösung. staub ist das
und weh. wenn dinge gehen
kommen worte.

ameisenhügel, absinth, ab
wesenheit. andromeda, anker,
alles mit a fliegt auf.
on the loose.

ich bleibe noch und schreibe.
euch. den bauchschuss.
das traubengift.
leitern, den

fall im fall.
enden, die anfänge
darin.