sternsaphir

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du verschwindest deine
augen sternsaphir
an den rändern silbermond
im grauen star.

ein milchbad getrübter sinne
der besuch.
du schmeckst den mittag nicht.
die luft sehr dünn dein
atmen ein geräusch
als wären

maikäfer in dir
die zerschlagen uns mit flügeln
die knappe zeit.

lila knotig die fäden deiner hand.
englaufend. wir schauen
früher an. karton
um karton

feldpost aller vorkriege aller
nachkriege aller eltern tanten
bildschnitte kontur
und matt.

der ganze kram denke ich.
all die menschenleben sagst du.
wir meinen das gleiche die last
aus anderer sicht.

altbilder
nicht hier
nicht fort.

du
fliegst
an mir vorbei und

ich
will die kartons

hoch               werfen

alles alte stände
in dünner luft
wendet sich
in kurzen
schatten
und

fällt. ich
halte die arme

wie flügel im schreck
und lasse euch (eine tänzerin
war ich)

halt los
an mir vorbei.

lasse und

schaue euch eintauchen
ins mehl der vergessenen
mit allen taten allen grenzen
allem eigen. ich lege

feuer noch dazu. wie himmelslaternen
geht der rest von euch langsam ausbrennend
werdet ihr grau dann
leicht und wunsch
vergessen

(eine tänzerin war ich)

kurzes weh nun
wird es hell

leicht wie
blaue luft am zuckerhut
die weiten arme der jetstreams
wo gebete von euch flattern.

hell ist
und ich sehe
dich

sitzend auf einer scheibe
die beginnt
sich zu drehen
dreht sich schneller
immer etwas.

und dann irgendwann. gleich

fliegst du fort
oder kippst still von
der
welt.

luftkinder sind wir. du
der einschluss in einem
rauschend schönen
opal. und
ich

atme deine bilder ein
und aus.

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