neuer letzer tag

.


/

ein neuer letzter tag.
wir sammeln zeitbrinkel,
bergen preziosen aus
lawinenschnee,

leuchten uns aus in
wiederholungen,
schlaufen und schleifen.
im zwischenland vergessener

zeit ist raum für illusion –
noch ein letztes,
ein besonderes bild
bliebe aufzuspüren.

/

leiser
wird dein körper
und glas.
so nah am weinen dem flüssig
werden und fort
fließen.

/

du lachst,

/

folgst dem weg der fragen.
stolprig. herzflimmernd,
in mäandern. bilder erzählst du,

die wie federn aus
weißen kissen schwebend zu
boden gehen.

ich sammle und halte, hefte
verlorene deutung zu sinn
und federkranz.

/

richtungs
schief sitzt du.
ein teil im jetzt.
ein teil im gehen.
eine verwehung.
und ich

stehe mit beiden füßen
im kleinen teich deiner bilder
in ihrer immergleichen lauen
temperatur.

/

was wäre gewesen?
es gab ja nichts.

/

wenn du dann nicht mehr
da bist. so wie bakelit und die
großen schleifen der tracht. dann

finde ich den sprung nicht,
so viele bilder stehen
mir in den schuhen.

/

auch ich bin ein lied im fort
gang, bin bartóks herzklang  
des verschwundenen.

die welt trinkt alle auf,
im leeren raum findet ein
holzvogel zum gesang.

.

.

.

.

.