glasbirken

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schlag mich durch gebinde
taste vor auf reisig.
knietief im heidemoor
entdecke ich das heimat gift
und träume grau darauf:

„ein eisenofen frisst
die kondolenzien.
das blau weiße geschirr.
das aufgerissene schwarz,
das beileid.
bei 2900° kocht das kobalt,
beileid schwebt auf
als feine blaue wolke.
im osten regnet sie ab.“

in altkleidern bester zucht
wache ich auf. mir ist heiß.
will ausgang, nichtwahr.
liege gebunden in nerz, schwer
wie ein toter bär.
und ich frage mich: was war das.
die zeit?

winter.
ich klicke winter, lege den schnee aus.
ich fahre keine langen strecken mehr.
in die moorheide gefrorener gedanken,
dorthin zieht es.

noch immer ein fremdes fell,
reisige ich den abend entlang.
es wird spät sein, bis ich licht rieche.

rhabarber ist ein duft
schmuckgrün mit mooskrampen,
ein roter grund. wasserlastige böden
braucht der hybrid für seine dunkle seite.

ja. rot reicht zum leben. immer schon.
nur wenn einmal das rot raus ist
aus dem leben. wie ausgewaschen.
die leerstände. in glasbirken
wohnst du und reibst dich wund.

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