ausblüte

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die tage sind so kurz ge
worden glaube mir
blau tropfst du aus einem
turm
ein schatten
spricht du
rankst ihm nach.

etwas schellt in dir zu
grund. bei jedem sturz
bricht ein bild und
blüht aus.

die tage sind zu kurz ge
kommen denke ich
seid leise du glaubst dem flug.
den rosen. rupfigen blättern.
dem duft und könig. er kommt
streicht über sand und löscht
die namen.

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viele tage tiefer
lag ein falscher ton
ein gedanke auf deinem
kopf im scheitelhaar er
wuchs dort

wo du erreichbar gewesen
bist für sonnen das zwischen
zellige und lerchen
flug.

taub lauscht du
innenfarben. dem holzigem
grün. gedimmtem rot. 

du weißt nicht mehr.
brichst
durch papier die schrift
auf

eines tages
denkst du und bleibst
dir zurück.

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auf. auf.
die wände stehen dicht
was fehlt sind see
sterne ein
lichtkranz etwas
positives ein gold denn

der moment entfärbt sich
wird basalt in lastigem nebel.
ein bellendes tier hat sich
in deine sicht ge

bissen
und schwimmt dir
durch den blick
ein hindernis.

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und wie du dich so über
setzt deine jahre watch the
gap fällst du schon

hinein schmilzt mit dem  
eis und tannengrün im
gletscher wird dir kalt du

trinkst nordblau und gleich das
hell darin die eile steht am
horizont als
finge der tag

finge er noch einmal an
du hörst dich sagen
weißt du
dort bist du geboren um die
biegung deiner jahre in kopf
schweren nächten in verlorenen
sagen außerhalb der
atemzeit.

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ich bin himmel
sagst du.
mehr als boden
und kopf.

eine krähe weckt den
wald sein wolken leckendes
grün ist kein netz wenn

himmel aus der
sprache fällt.

/

alles versprochene
bleibt aus auch du.
denn

/

auf deinem blick
schwimmt ein tier

es hat sich
in deine sicht ge
bissen.
alles
wolltest du sein
ein fisch ein gras.

nun trinkst du
dem meer salz ab
hoffst zu sinken doch
treibst du

weiter
an oberflächen
nimmst wolken
die sicht.

vielleicht trägt
dich der himmel
fort der wind in ge
schlossener hand

und setzt dich
noch einmal
von vorn.

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