sterntal

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perseidenzeit. das licht
tropft vom stern flieht in
angsthälften und drei pfeif
tönen lauter als blau die tisch
schnuppen hinab wie tropfen
an einem regnerischem tag.

(nimm mich mit.)

woher wissen
wo du bist.
stanniol.
eine jahreszeit in kleinen
ringen an nadeln rote
sterne du. schneidest
die falsche stelle ein

kommst auf die welt und
schreist nicht. weißt alles
schon. die ringeltauben ihr grau
die wolken ein plaisir. dein plan
liegt im ahornschrank unter mai
glocken und kleinen häuf
chen torf.

teppich klopfen. türen
schließen wenn es abend ist.
bei nacht kreist
der tag. schlag den
traum zu butter. du wirst
entzwei gehen. wenn.
du. nicht. horchst.

dreimal noch im
koffer der großeltern schlafen.
dann steht er auf dem trottoir.
braun mit stockflecken und beide da
neben. sie mit jodmangel. er in der hand
ein glas hagebutten. deren schwere
ist ein dialekt die frucht aus
wasser und salz.

der perlenkasten ein
mond die federn ein bett
sie decken angst vor
feuer und sturm.

(weißt du
wie bäume
sich erlösen.
)

auf einer schaukel sitzend
zwischen eisbergen aus regen
sitzt du auf einem gedicht das
weiß sein erstes wort nicht.
am anfang schließt niemand
die schwarzen tore niemand
stellt dich auf den boden
sammelt deine schatten
nimmt sie. hängt sie dir um
zum schutz wie ein lied.

du bist fort.
dein mantel aus stein darauf schnee.
ausgezählt. doch du bist und hörst dein
lachen. glockenwind. zerstreut.
wofür warst du?
verirrtest dich in einem baum
riefst aus dem wald.
weiße schürzen und häubchen ein trost
mit namen aus märchen einer religion
tauften dich mit schneedreck
nicht halb nicht ganz. dachtest
ach. die zeit ist ausgerutscht.
liegst und glaubst
wenn man liegt
bleibt sie stehen.

denkst koralle. weißt
farbe im verlust. irrst
im riff bist ab
fall. aufgebracht.
aufgeträumt und ab
gelegt in grimm und sorge.
zündhölzer gab es mehr
als wald sein boden schwarz.
stein und stern. alles
schien nur stroh
nur wort.

(rede nicht so mit mir.)

ich rede dir zu. setze
dich ab über sprache
in die nacht.
erinnere dich an

transparenz. atem. als du
hinüber bist
warfen dich die sterne los und
dein mund blieb voller wachs.

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