aktuell

aktuell schreibe ich an einem buch, das 2021 erscheinen soll:
ein lyrischer, transgenerativer dialog zwischen meiner großmutter elisabeth bludau aus breslau und mir. als sie 1963 starb, war ich zwei jahre alt.

nach dem tod meines vaters im märz 2019, entdeckte ich im zuge der wohnungsauflösung gedichte seiner mutter/meiner großmutter in seiner kommode zwischen briefumschlägen und heftklammern.
die zwei handgeschriebenen bände, teils geheftet, teils lose, waren für mich eine unerwartete entdeckung und – da ich selber lyrikerin bin – eine bewegende dazu.

in dem buch nehme ich lyrisch bezug auf ihre gedichte, stelle fragen, versuche zu verstehen. erfahre nähe.
ich schreibe so, wie ich in meiner zeit gelernt habe zu sehen und zu sein.
schon durch unsere unterschiedliche lyrische sprache ergeben sich lücken. in der anderen sichtweise und erfahrung scheint annäherung wenig möglich.

und doch gibt es emotionale schnittpunkte, begegnung, antworten. ihr verlust, ihr sehnen nach dem fernen ort heimat, hat eine spur in mir gelegt.

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Z E T T E L / H E I M A T

ein lyrischer transgenerativer dialog
Elisabeth Bludau
Elke Bludau

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